Influenza A(H1N1)Auch in der Türkei hat es ein paar Fälle von Influenza A(H1N1) [„Neue Grippe“] gegeben. Nähere Informationen zur Influenza A(H1N1) entnehmen Sie bitte dem Merkblatt
unter folgendem Link.
Impfschutz Das
Auswärtige Amt empfiehlt einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie,
Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder
besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus
Klassische Geflügelpest In der Türkei sind menschliche Erkrankungen und Todesfälle an der Vogelgrippe aufgetreten. Bitte
beachten Sie hierzu die vom Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information
„Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter www.bmelv.de. Weitere
Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ finden Sie
in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes.
Krim-Kongo hämorrhagisches Fieber (CCHF) In der vergangenen Jahren kam es zu einem Ausbruch des Krim-Kongo-Fiebers mit zahlreichen Erkrankungen und einigen Todesfällen.
Der
Erreger ist in der Türkei endemisch, mit sporadischen Fällen und lokale
Häufungen ist im Frühjahr/Sommer landesweit zu rechnen. Schwerpunkte
haben sich, nachdem die Krankheit erst seit 2002 in der Türkei bekannt
ist, in den zentralen Regionen mit den Provinzen Corum und Yozgat
gebildet. Neben Zentralanatolien sind auch die grüne Schwarzmeerregion
sowie die feuchtwarme türkische Riviera ("Akdeniz") betroffen. Da vor
allem Menschen erkranken, die entweder mit Tieren arbeiten oder auf
engem Raum mit ihnen leben, besteht nur bedingt eine Gefahr für
Touristen. Bei Wanderungen in zentralanatolischen Steppengebieten (hier
auch Kappadokien) und bei Tagesausflügen ins Hinterland der Region um
Antalya sollten Touristen auf entsprechende Kleidung achten bzw.
regelmäßig Körper und Kleidung nach Zecken absuchen. Die Übertragung
erfolgt gewöhnlich durch Zecken, aber auch von Mensch zu Mensch, z.B.
im Krankenhaus. Schutz vor Zeckenstichen beachten, Kontakt mit Kranken
meiden.
Malaria Die größten Teile der TÜRKEI sind malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im Süden und Westen des Landes.
Ein
mittleres Risiko besteht in Südost-Anatolien im Grenzgebiet zu Syrien
und Irak, speziell im Rahmen der Staudammbauten in der Harin- und
Ceylanpinar Ebenen.
Ein geringes Risiko besteht in der Tiefebene um Adana. Es
kommt ausschließlich die weniger gefährliche Malaria tertiana
(Plasmodium vivax) vor. Die
Hauptübertragungszeit ist von Mai bis
Oktober. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender
nachtaktiver Anopheles-Mücken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis
Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in
dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt
in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil in diesen
Gebieten ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe
evt. die Mitnahme einer Behandlungsdosis sinnvoll (z.B. Chloroquin).
Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie
Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten
sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem
Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:
- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS Durch
sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder
Kanülen), Piercing, Tätowierungen und Bluttransfusionen besteht
grundsätzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei
Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln Ausschließlich
Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie
Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes
Wasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder
Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber
nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem
Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher
verwenden.
Medizinische Versorgung Die
medizinische Versorgung auf dem Lande ist vielfach mit Europa nicht zu
vergleichen. Sie kann auf dem Land technisch, apparativ und/ oder
hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gültiger
Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht
ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine Private
Reisekrankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung
abzuschließen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und
unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw.
Reisemediziner sinnvoll.
Bei Einführung von
verschreibungspflichtigen Medikamenten für den eigenen Bedarf ist es
ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu
führen, die die medizinische Notwendigkeit bestätigt.
Lassen Sie
sich vor einer Reise in die Türkei ggf. durch eine tropenmedizinische
Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe
z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/) Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis: Eine
Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen
Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann
nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst
verantwortlich.
Die Angaben sind:
- zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
- auf
die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei
längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen,
Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes
können Abweichungen gelten;
- immer auch abhängig von den
individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige
eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist
im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
- trotz
größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können
weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen
oder immer völlig aktuell sein.
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