TerrorismusNach Bombenexplosionen
in verschiedenen Städten im Jahre 2008 befinden sich die
Sicherheitsvorkehrungen landesweit unverändert auf hohem Niveau. Es
muss in allen Teilen der Türkei von einer abstrakten terroristischen
Bedrohung ausgegangen werden.
Reisen über Land Bezogen auf den
Osten und Südosten des Landes liegen aktuell keine konkreten
Gefährdungshinweise vor. Wegen der Aktivitäten der PKK sind jedoch
Reisen in diesen Landesteil mit einem erhöhten Risiko behaftet.
Weiterhin kommt es dort auch zu bewaffneten Auseinandersetzungen
zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Das türkische
Militär unternimmt nach wie vor grenzüberschreitende Militäroperationen
gegen PKK-Stellungen im Nordirak. Bei Reisen in den Osten und Südosten
der Türkei ist mit Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und
Militärbewegungen zu rechnen. Der türkische Generalstab hat sechs
Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkâri -
insbesondere das Gebiet südöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zu
Irak (in den Bergen) und südöstlich der Ortschaft Cizre (Dreiländereck
Türkei -- Syrien - Irak) - zu zeitweiligen Sicherheitszonen und
militärischen Sperrgebieten erklärt, deren Betreten bis auf Weiteres
grundsätzlich verboten ist und die einer strengen Kontrolle unterliegen.
Kriminalität Die
Türkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering
ausgeprägter Gewaltkriminalität aus. In letzter Zeit waren jedoch auch
Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei
einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit
wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.
Vorsicht vor
Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die
Zahl von Straßendiebstählen, besonders in belebten Zonen, ist in
Istanbul weiterhin hoch. Allgemein gilt, dass auf Taschen und
Geldbörsen überall da, wo Menschenmengen sind, besonders geachtet
werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt
Betrugsfälle bekannt, in denen Touristen unter einem Vorwand in einer
Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der
extrem überhöhten Rechnung eine größere Summe Bargeld von einem
Geldautomaten abzuheben.
Bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht vor Betrügern
geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu
kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspähen, um dann mit
gefälschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird
daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und
die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und
Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.
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