Nach 12-tägigem Fasten wird eine Süßspeise (Aşure) gekocht und als Symbol der Dankbarkeit unter Bekannten, Verwandten und Nachbarn verteilt und gemeinsam gegessen. Aleviten bringen mit Aşure ihren Dank zum Ausdruck, dass Zein Al Abidin, der Sohn von Husain ibn Ali (und somit Urenkel von Mohammed) aufgrund seiner Krankheit die Schlacht von Kerbela überlebte.
Selbstgeißelungen, wie bei den Schiiten, werden von den Aleviten abgelehnt. Die Schiiten gedenken am zehnten Tag des Monats, während die Aleviten nach 12-tägigem Fasten (also am dreizehnten Tag) feiern. Hierdurch ergibt sich eine Verschiebung des Datums: So wurde bei den Aleviten im Jahre 2008 am 22. Januar gefeiert, während die Schiiten am 19. Januar gedachten.
Aschura ist auch bei den Sunniten ein Fastentag - hier ist das Fasten allerdings Sunna -, der vermutlich in Medina durch die Übernahme des jüdischen Jom Kippur von den dort lebenden Juden entstand, bei anderen (etwa in Marokko) ein Freudentag.
Das freiwillige Fasten wird im Allgemeinen mit folgendem Hadith begründet: „Salim berichtete, dass sein Vater sagte: »Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Am Tage der Aschura' kann jeder fasten, der fasten will.« “
Kommentar zum Hadith: „Die Juden von Medina und die Leute des Stammes Quraisch in Mekka, aber auch selbst Mohammed, pflegten in der Dschahiliyya diesen Tag zu fasten. Die Juden gaben zu jener Zeit an, dass sie gewöhnlich an dem Tag fasten, an dem Gott einst die Kinder Israels zur Zeit des Propheten Moses vor dem Feind gerettet hatte. Als das Fasten im Ramadan durch die Offenbarung des Koran zur Pflicht gemacht wurde, stellte Mohammed das Fasten am Tag der Aschura zur freien Wahl.
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