Wer schon mal in Antalya die Altstadt besucht hat, wird sie gesehen
haben – die Straßenbahn von Antalya. Diese ist ein Geschenk der
Partnerstadt. Seit 1997 besteht die Partnerschaft zwischen Antalya und
Nürnberg. Im Jahre 1999 wurde die Straßenbahnlinie,
die parallel zur
gebogenen Küstenlinie verläuft eröffnet. Die Strecke ist mehr als 5
Kilometer lang und hat zehn Haltestellen.
Die Wagen verfügen über eine einheitliche Holzbankklasse und sind ein Geschenk aus Nürnberg
aus dem Jahr 1997. Die Fahrzeuge sind von 1 bis 6 durchnummeriert und
zweckentfremden zu ihrer Kennzeichnung die Linientafeln an der
Kopfseite des Triebwagens bzw. am Ende des Beiwagens.
Nummer 1 = ehemalige Nürnberger Nummer 213 Nummer 2 = ehemalige Nürnberger Nummer 1553 Nummer 3 = ehemalige Nürnberger Nummer 255 Nummer 4 = ehemalige Nürnberger Nummer 1534 Nummer 5 = ehemalige Nürnberger Nummer 212 Nummer 6 = ehemalige Nürnberger Nummer 1586
Fotoshow: Bilder der Straßenbahn
Die
eingleisige Strecke wird von drei Triebwagen mit Anhänger im
Halbstundentakt befahren. Drei Ausweichstellen sorgen für einen
reibungslosen Betrieb. Der vorhandene Fahrplan sollten nicht allzu
genau genommen werden, da die Straßenbahnen durchaus auch früher kommen
kann. Die Bahn fährt aber ohnehin relativ langsam und scheint keine
Vorrangschaltung zu nutzen.
Da
die Verkehrsplanung der Stadt Antalya ohnehin die großflächige
Einführung autogerechter grüner Wellen vorsieht, spricht die für eine
untergeordnete Rolle des Verkehrsmittels Tram und somit ist kein
bedeutender verkehrspolitischer Sinn zugrunde zu legen in der 1,5
Millionenstadt (offiziell rund 700.000). (Die Angaben entsprechen den
Stand von 2008). 2001 scheint das Boomjahr dieser Straßenbahnlinie gewesen zu sein. Eine Mitteilung vom 08. Juni 2005
besagt, dass damals 1.363.200 Personen mit der Tram fuhren. Umgerechnet
auf jede einzelne Fahrt (vorausgesetzt es lief alles planmäßig)
bedeutet dies, dass pro Fahrt gerade einmal 67 Personen befördert
wurden.
Die westliche Endhaltestelle Müze soll die Touristinnen und
Touristen wahrscheinlich dazu verleiten, sich mit einem ihnen
vertrauten Gefährt ins Archäologische Museum der Stadt zu begeben, das
sich etwas außerhalb der Innenstadt befindet.
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