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Eine Übersicht über die wichtigsten Fragen haben wir in dem Guide für kurze Antworten zusammengestellt. Das Wissenswerte von A bis Z wird ständig aktualisiert und ergänzt.

Da für manche Fragen die Antworten etwas komplexer sind, haben manche Beiträge noch mal einen Link zu der ausführlichen Seite.

 
Ärztliche Versorgung: Ein Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung ist dringend zu empfehlen. Auch wenn zwischen Ihrem Land (Deutschland, Österreich oder Schweiz) ein Sozialversicherungsabkommen mit der Türkei besteht, haben sie mit einer privaten Krankenversicherung eine mehr oder weniger freie Arztwahl, da die privaten Krankenhäuser in den meisten Fällen besser ausgestattet als die stattlichen. Zum anderen wird auch der Rücktransport gewährleistet. Die Behandlung und die Medikamente müssen aber vom Patienten vorgestreckt, werden aber nach Vorlage einer Quittung mit Stempel, Datum und Unterschrift des behandelnden Arztes bzw. Apothekers erstattet.

Baden: Die Küster der Türkei bietet weite Sandstrände und idyllische Buchten mit türkisfarbenem Meer. 99% aller Strandtouristen suchen die Türkische Riviera auf, da die Sonnenscheingarantie dort am größten ist. Die Wasserqualität ist, mit Ausnahme der Buchten rund um die industriellen Großstädte wie Izmir oder Mersin fast überall sehr gut. An den wenigsten Stränden befinden sich aber Rettungsschwimmer. Infos findet man unter http://www.blueflag.org/. Nacktbaden ist in der Türkei verboten, in manchen Clubhotels ist aber oben ohne erlaubt. Vorher im Hotel nachfragen!

Ein- und Ausfuhrbestimmungen: Zollfrei in die Türkei dürfen eingeführt werden neben Gegenständen des persönlichen Gebrauchs, 200 Zigaretten bzw. 50 Zigarren oder 200g Tabak. 400 Zigaretten sind erlaubt, wenn diese bei einem Duty Free Shop am türkischen Flughafen gekauft werden. Eine 1l Flasche oder zwei 0,75l Flaschen Spirituosen sowie Geschenke im Wert von 250 €. Überaus teure Wertgegenstände muss man bei der Einreise vom türkischen Zoll in den Reisepass eintragen lassen. Für die Ausfuhr antiker Gegenstände aus der Türkei benötigt man die schriftliche Ausfuhrgenehmigung eines Museumsdirektors, da ansonsten hohe Strafen drohen. Die Mitnahme von Mineralien bedarf ebenfalls einer schriftlichen Genehmigung, zuständig ist hierfür das MTA in Ankara was man unter folgender Rufnummer erreichen kann: 0312-2873430. Bei der Ausfuhr von Teppichen muss eine Quittung vorgelegt werden. Bei der Rückreise dürfen für den privaten Gebrauch gekaufte Waren nach Deutschland und Österreich bis zu einem Wert von 175 € zollfrei eingeführt werden, für die Schweizer gilt eine Obergrenze von 300 SFr.

Elektrizität: Die Stromspannung in der Türkei beträgt 230 Volt. In der Regel benötigt man für die mitgebrachten Geräte keinen Adapter. Man sollte aber für eine Reise nach Südosteuropa einen dabei haben. Stromschwankungen und Ausfälle sind in der Türkei nichts Außergewöhnliches.

Geld und Geldwechsel: Bargeldbeträge über 5000 US-Dollar müssen bei der Ein- und Ausreise beim Zoll deklariert werden. In der Türkei gibt es genug Wechselstuben, die meist einen besseren Kurs anbieten als die Banken. Auch Geldautomaten sind sehr verbreitet und bei Abhebungen größerer Beträge mit einer Maestro-Karte ist der Kurs meist besser als der Barumtausch. Kreditkarten werden in allen besseren Restaurants, Hotels und Geschäften akzeptiert.

Haustiere: Das Halten von Hunden und Katzen ist in der Türkei nicht sehr populär, lediglich die Oberschicht findet Gefallen an schicke Rassehunde als Vorzeigeobjekte. Mit Ausnahme einiger Ressortanlagen gilt für 99% aller Hotels, Reisende mit Hunden oder Katzen müssen draußen bleiben. Außerdem müssen die Tiere die Anreise im Flugzeug in einer Transportbox verbringen. In jedem Fall benötigen Hunde und Katzen den EU-Heimtierausweis bzw. das schweizerische Pendant, in welchem vermerkt ist, dass Katzen mindestens 15 Tage vor der Einreise gegen Tollwut, Hunde zusätzlich noch gegen Parvovirose, Distember, Hepatitis und Leptospirose geimpft worden sind.

Kleidung: Abseits touristischer Gebiete wird großer Wert auf ein korrektes Erscheinungsbild gelegt. Für den Badeurlaub sollte leichte Bekleidung aus Baumwolle mitgenommen werden aber auch für eine kalte Nacht ist ein Pulli nicht verkehrt. Für das Erscheinungsbild auch wichtig, die regelmäßige Rasur. Für Moscheen gilt: Herrenbeine und Arme dürfen nicht entblößt sein, der Rock der Dame muss mindestens Knielang sein, ihr Kopf (Kopftuch!)und die Oberarme müssen bedeckt sein. Vor dem Betreten der Moschee zieht man die Schuhe aus. Betende sollten nicht fotografiert werden.

Notrufnummern: Polizei: 155, Verkehrspolizei: 154, Ambulanz: 112, Feuerwehr: 110

Polizei (Polis): Die türkische Polizei ist überall präsent. So schlecht wie sie bezahlt ist, so schlecht sind meistens auch die Polizisten gelaunt. Gegenüber Touristen verhalten sie sich jedoch korrekt und zuvorkommend. Die militärische Einheit (Jandarma) in grünen Uniformen sorgt für Ordnung und Sicherheit. Die Notrufnummer ist 155.

Post (PTT): Die Postämter sind in der Regel geöffnet Montag bis Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.00 Uhr. In größeren Städten und Touristenzentren auch Samstag und Sonntag bis spät in die Nacht. Bis eine Postkarte im Heimatland eintrifft, vergeht meisten eine Woche. Das PTT steht für Posta, Telefon und Telegraf.

Reisepapiere: Für deutsche und Schweizer Urlauber reicht für die Einreise in die Türkei der Personalausweis bzw. die Identitätskarte. Dennoch ist Mitnahme des Reisepasses ratsam, denn manche Beamte (Polizei- und Militärkontrollen) pochen auf das Dokument. Bei der Einreise mit einem Fahrzeug ist auf jeden Fall der Reisepass notwendig, da das Fahrzeug in den Pass eingetragen wird. Für Österreicher gilt, sie müssen an der Grenze oder am Flughafen ein Visum beantragen, was ca. 15 € kostet. Von Bundesbürgern und Eidgenossen wird nur ein Visum verlangt, wenn der Aufenthalt länger als 90 Tage dauert. Kinder ab dem 10. Lebensjahr benötigen einen Kinderausweis mit Lichtbild.

Toiletten: Männer finden das stille Örtchen hinter Türen mit der Aufschrift „Bay“ und Frauen achten auf „Bayan“. In den Touristenzentren haben die Toiletten in der Regel meistens Europäische Standards, abseits der Urlaubsorte ist das Stehklo noch sehr weit verbreitet. Toilettenpapier findet man auf diesen stillen Örtchen eher weniger. Es ist daher empfehlenswert immer etwas Papier dabei zu haben. Wenn auf den Örtchen kleine Eimer stehen, werfen sie das Papier bitte dort hinein, da die Abwasserrohre einen geringen Durchmesser haben und sehr schnell verstopfen.

Verständigung: In den Touristenzentren kommt man mit Englisch oder auch Deutsch recht gut zurecht. Viele türkische Arbeiter haben vorher im deutsprachigen Ausland gearbeitet.

Zeit: Gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) besteht eine Stunde Unterschied. Bei Ihrer Ankunft müssen Sie die Uhren eine Stunde vorstellen, egal ob im Sommer oder Winter. Da das gesamte Land mit einer Ost-West Achse von 1.570 Kilometern einer Zeitzone angehören, geht im Osten der Türkei die Sommer erheblich früher auf als im Westen. Dort wird es aber auch viel früher dunkel.


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Updated at 15:30 on 03/11/2010
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