Nikolaus war Bischof im türkischen Myra. Jedes Jahr, wenn die Kinder am Vorabend des 6. Dezember ihre Stiefel putzen, damit der Nikolaus sie mit Geschenken füllen kann, haben nur die wenigsten eine Ahnung, dass dieser Mann Bischof der türkischen Stadt Myra war.Er ist nicht nur das Vorbild für den Wohltäter der Kinder, sondern bis heute auch der Schutzpatron der Seefahrer. Nikolaus wurde Ende des 3. Jahrhunderts in Patra geboren und später Bischof von Myra. Sein ganzes Leben, um das sich bis heute viele Legenden ranken, war von Hilfsbereitschaft geprägt. So soll er den Bewohnern von Myra, um sie vor dem Hungern zu bewahren, Getreide beschafft haben, dass eigentlich für die Stadt Rom bestimmt war. Das Fehlen des Getreides soll beim Nachzählen in Rom nicht bemerkt worden sein. Am 6. Dezember 343 starb Nikolaus von Myra und wurde in einem Sarkophag auf dem christlichen Friedhof der Stadt beigesetzt. Auch nach seinem Tod ranken sich um den hilfsbereiten Mann Legenden. So sollen seine Gebeine, die dann im 11. Jahrhundert von italienischen Kaufleuten geraubt und nach Bari gebracht wurden, Heilkräfte besessen haben: übergoss man sie mit Öl, erhielt man ein Heilmittel, das besonders gut gegen ein Augenleiden geholfen haben soll. Der Bischof wurde posthum zum Heiligen und seine Ruhestätte in Myra zum Wallfahrtsort. Noch heute kann man in der Kirche von Kale, dem antiken Myra, den Sarkophag bewundern, in dem Nikolaus angeblich zur letzten Ruhe gebettet wurde und auf dem Hauptplatz steht eine Statue des heiligen Nikolaus mit roter Kutte und Rauschbart, ganz so wie wir uns den Nikolaus heute vorstellen. Sein Knecht Ruprecht Im Laufe der Jahrhunderte bekam der Nikolaus Gehilfen. Der bekannteste dürfte Knecht Ruprecht sein, der artige Kinder belohnt und ungezogene Kinder mit der Rute bestraft. In den Alpenländern hat der Nikolaus eine viel größere Gefolgschaft.Sie besteht aus teilweise sehr gruseligen Figuren mit zotteligem Fell und hässlichen Gesichtern. Sie sollen den Kindern Angst einflößen und sie zum Artigsein ermahnen. Die Stadt Myra, heute Kale, liegt an der Mittelmeerküste im Süden der Türkei zwischen den heutigen Touristenhochburgen Antalya und Fethiye. Ursprünglich war der bärtige und vermummte Begleiter des heiligen Nikolaus, dessen Festtag, der 6.12. vielerorts schon im Mittelalter als Beschertag für die Kinder begangen wurde. In pelzbesetzter Kleidung, meist mit einer Rute in der Hand und einem Sack voller Geschenke über der Schulter, ging er von Tür zu Tür. Im Verlauf der Entwicklung des Brauchtums wurde der Knecht Ruprecht sogar Heiligen gleichgesetzt, dann aber vom Nikolaus getrennt, und schließlich zu einem selbständigen Gabenbringer, der den Kindern am Nikolausabend (5. 12.) Nikolaustag (6.12.) oder am Heiligabend als Weihnachtsmann oder Begleiter des Christkindes seine Gaben verteilt. |
Nikolaus war Bischof im türkischen Myra. Jedes Jahr, wenn die Kinder am Vorabend des 6. Dezember ihre Stiefel putzen, damit der Nikolaus sie mit Geschenken füllen kann, haben nur die wenigsten eine Ahnung, dass dieser Mann Bischof der türkischen Stadt Myra war.
Im Laufe der Jahrhunderte bekam der Nikolaus Gehilfen. Der bekannteste dürfte Knecht Ruprecht sein, der artige Kinder belohnt und ungezogene Kinder mit der Rute bestraft. In den Alpenländern hat der Nikolaus eine viel größere Gefolgschaft.
















